Noch am Montag fuhr ich nach meiner Wanderung zum Parkplatz am Raspberry Creek. Die Fahrt stellte sich als etwas abenteuerlich heraus, da ein großer Teil der Strecke reine Piste war. Die Fahrt hatte dadurch gewisse Ähnlichkeiten mit einer Achterbahnfahrt. Dabei wackelte das ganze Auto und das Geschirr klirrte bedrohlich.
Gegen 19 Uhr kam ich am Parkplatz an. Nachdem ich den Parkplatz und dessen Umgebung erkundet hatte, nahm ich ein Fußbad im kalten Fluss. Anschließlich kochte ich mir Spaghetti (mit Wasser aus dem Fluss) mit Tomatensauce. Ich hatte großen Hunger bekommen. Es wurde langsam Abend und nichts war zu hören. Völlige Stille. Einzig der Wind wackelte am Camper und lies ihn etwas knarzen.
Am Morgen packte ich meine Sachen für die anstehende Wanderung in die Nähe des Gletschers. Die Wanderung umfasste ca. 12 km und sollte etwa 6 Stunden dauern. Zu Beginn ging es über eine hübsche Hängebrücke. Danach folgte kilometerlanger Weg durch den Wald. Der Weg war gut und nur an manchen Stellen durch Erdrutsche teils etwas beengt. Teils floss ein kleiner Bach entlang des Weges und der Weg überquerte ihn mit kleinen Holzstegen. Die Strecke umfasst zwei Aussichtspunkte. Laut Aushang, war die Strecke zwischen den beiden Punkten mit Vorsicht zu genießen und es wurde auf mancherlei Gefahren hingewiesen. Es war allerdings kein Problem, die Strecke dazwischen zu überwinden. Beide Male wurde ich mit einer herrlichen Sicht auf die Berge und den Gletscher empfangen. Es war ein toller Anblick, wie der Schnee sich auf den Bergen türmte und unten rauschende Wasserfällte die Felswände hinunter stürzten.
Es war eine klasse Wanderung und ich genoss die Aussicht. Der Abstieg ging erstaunlich schnell und so hatte ich bald das Auto erreicht. Auf dem Weg wurde ich noch von einem Franzosen gefragt, ob ich ihn in Richtung Wanaka mitnehmen konnte. Später fuhr er mit und wir unterhielten uns ein bisschen. Das war nicht gerade einfach, da mein Mitfahrer kaum Englisch sprach. Er trampte sich durch Neuseeland.
In Wanaka verabschiedeten wir uns voneinander und ich nutze das dortige WLAN, um ein paar Mails etc. zu checken.
Ich hatte auf der Karte nachgeschaut und beschlossen, nach Te Anau zu fahren. Allerdings war diese Strecke relativ lange, sodass ich mich wieder Erwartens dafür entschied, über Quenstown zu fahren. Somit stand die Route fest: Wanaka – Queenstown – Te Anau. In Te Anau musste ich am Folgetag (Mittwoch) pünktlich um 11:30 sein, um meine Reise in Richtung Doubtful Sound antreten zu können.
Auf dem Weg nach Queenstown gab es einige Stellen mit herrlichem Ausblick und so nutzte ich einige „Lookouts“, um die Gegend zu überblicken und ein paar Fotos zu machen. Die Fahrt dauerte nicht länger als 1:45 und ich war angekommen. Queenstown…





















