Du betrachtest gerade Catlins

Mit dem Fiordland im Rücken und der letzten Station am Lake Monowai ging es in Richtung Catlins für mich. Es war der Freitag.
Mein Weg führte erst über Riverton nach Invercargill. Dort kaufte ich bei PAK’nSAVE ein paar Lebensmittel. Aufgabe dabei war, dass es bis zum Ende meines Urlaubes reicht. Nahe Invercargill liegt auch der Ort Bluff, wovon die Fähre in Richtung Stuart Island abfährt. In der Stadt machte ich auch bei McDonald’s Halt und trank einen Kaffee. Der Kaffee dort ist recht gut und günstig. Nun brauchte ich noch neue Gaskartuschen und schon ging es wieder weiter.
Mein Ziel war, in mehreren Tagen durch die Catlins zu fahren und dabei relevante Orte anzufahren. Mein erste Halt war in Curio Bay und dort auf dem Campingplatz, der sich als nicht sonderlich attraktiv rausstellte. Ich denke, dass man dort für die Gegend zahlt. Direkt neben dem Campingplatz führt ein kleiner Weg in die Bucht, die legendär für die dortigen Gelbaugenpinguine ist. Ich kam dort um ca. 18 Uhr an und es brauchte bis 21 Uhr bis zwei Pinguine zu sehen waren. Einer war kaum zu sehen und hüpfte immer wieder von einem Stein ins Wasser und zurück. Später erschien auf der anderen Seite einer, der sich eher zur Schau stellte und so auch besser beobachtet werden konnte. Toll war, dass trotz Wartens noch zwei Pinguine zu sehen waren.
Die Küche des dortigen Campingplatzes könnte ich sicherlich noch heute suchen. Jedenfalls machte ich mir Essen im Camper und genoss den Abend mit der Brandung im Hintergrund. Das Meer sah ich von meinem Platz leider nicht. Das sieht man vom Platz allerdings generell nicht, da die Parkplätze von dichtem Schilf eingewachsen sind.
Am nächsten Morgen ging es weiter. Ich fuhr ein Stück der Strecke des Vortages zurück und besuchte den Waipapa Leuchtturm. Der Turm steht stolz auf einem Felsen. Ein klasse Bild und tolle Felsen, die über Klippen zum Meer hinab ragen. Sehr schön. Dort erkundete ich die Gegend etwas und genoss die raue Landschaft direkt am Meer.
Von dort ging es weiter zum Slope Point. Dies ist der südlichste Punkt von Neuseeland. Wer meinen Blog liest, kennt auch den nördlichsten Punkt. Am Slope Point hatte ich einen Wind und Hagel, wie ich ihn so noch nie erlebt hatte. Der Wind war so stark, dass ich mich dagegen lehnen konnte. Dazu kam Hagel, der richtig stark vom Wind gepeitscht wurde. Ich zog es aber durch und lief bis zum Wegweiser und den dortigen Klippen.
Es folgten einige Wasserfälle. Einen kleinen konnte ich nicht besuchen, da der Weg nicht begangen werden konnte. Es war einfach zu matschig und mit Wasser von oben und unten war kein Durchkommen möglich. Deshalb entschied ich mich, den Weg abzubrechen und schweren Herzens weiterzufahren. Der McLean Wasserfall war deutlich besser ausgebaut und so konnte ich in einer kurzen regenfreien Zeit hinlaufen und diesen besichtigen. Über mehrere Kaskaden schießt hier das Wasser die Felsen entlang. Der Anblick war klasse.
Nun ging es für mich in Richtung Purakaunui Wasserfall. Der Wasserfall ist fast noch schöner als der McLean, da er noch imposanter über duzende von Kaskaden stürzt. Sehr eindrucksvoll und fast unglaublich, dass solche geraden und festen Kaskaden allein durch die Natur entstehen.
Zwischen den Stopps war unglaubliche Landschaft, die sich von den Bergen zum Meer hinzog. Hügel, Wälder, Bäche und Flüsse kreuzen sich gegenseitig, bilden eine Einheit und driften dann wieder schroff auseinander. Teils wirklich berührend und wagemutig, wenngleich die Gegend eher lieblich ist.
Mein Lager baute ich am Ufer in Strandlage in der Nähe des Jack’s Blowhole auf. Dort genoss ich den Anblick des Meers und kochte mir mit Meerblick Spaghetti Bolognese. Die Menge reichte für 2 Tage.
Am Abend machte ich mich auf, Jack’s Blowhole aufzusuchen. Ich brauchte länger als gedacht, um den Punkt zu erreichen. Es handelt sich um ein ca. 60 Meter tiefes Loch in mitten von Feldern, in welches das Meer tobend reinschießt. Dabei ist das Meer über Hundert Meter entfernt. Sehr beeindruckend. Das Ganzer erinnerte mich an die Pancake Rocks mit ihren Blowholes. Als ich zurück zum Camper kam, hatte die Dämmerung bereits begonnen.
Nach einem kurzen Spaziergang über den Strand machte ich mich fertig für die Nacht.
Der nächste Tag war mein letzter in der Region. Nach einem Frühstück ging die Reise weiter. Ich machte mich auf den Weg zur Tankstelle. Es war wieder mal an der Zeit. In Owaka ging ich auch zur Touristeninformation, um mir ein paar Tipps zu holen. Was ich an Informationen bekam, wusste ich allerdings schon. Trotzdem war es gut, nochmals eine andere Meinung zu hören. Es ist zu erwähnen, dass es nicht regnete.

Nun fuhr ich Surat Bay an. Eine Bucht, wo im 18. Jahrhundert ein Schiff auflief und sank. Dort gibt es Seelöwen. Ich machte dort eine kleine Tour und lief über Dünen und am Meer entlang. Der Weg war sehr ursprünglich und ich hatte das Gefühl, dass hier nicht oft jemand unterwegs ist. Ich traf trotzdem jemanden. Leider konnten wir keine Seelöwen sehen. Ich drehte nach einer Zeit um und lief am Strand entlang zurück zum Camper.
Weiter ging es zum Nugget Point. Hier gibt es Seelöwen, Pinguine und einen Leuchtturm. Die Sicht auf das Meer war überwältigend und die Klippen boten ein tolles Panorama. Leider keine Pinguine. Dafür sonnten sich zwei Seelöwen und genossen die Zeit. Der Weg war wieder mal klasse und die Aussicht toll. Ich machte eine große Runde und genoss meine Zeit.

Ich hatte noch empfohlen bekommen, einen alten Eisenbahntunnel anzuschauen, der vor vielen Jahren nahezu von Hand gebaut wurde. Dazu holte ich meine Taschenlampe raus und erkundete den Tunnel. Der Tunnel ist ca. 200 Meter lang und wenn ich in der Mitte die Taschenlampe ausschaltete, war es fast komplett dunkel. Ich konnte so nur auf beiden Seiten das Licht am Ende des Tunnels sehen… 🙂
Ich hatte noch den Kaka Point auf meiner Liste. Es stellte sich heraus, dass es sich hierbei um ein Dorf handelt, das recht touristisch ausgelegt ist. Ich hielt mal kurz an. Das war es aber auch schon.
Mit dem Kaka Point endete meine Fahrt durch die Catlins und den Südosten der Südinsel. Die Gegend hat mir sehr gut gefallen.
Nun führte mich mein Weg in Richtung Dunedin.

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