Von Queenstown fuhr ich pünktlich los, um meinen Bus in Te Anau zur Anlegestelle in Manapouri zu erhalten. Ich hatte noch bei den Pancakes Rocks in der Touristeninformation eine Übernachtreise zum Doubtful Sound gebucht. Der Doubtful Sound ist um einiges größer als der Milford Sound. Er wird allerdings weniger besucht, da die Anreise schwieriger ist.
Der Doubtful Sound kann nur über eine Kombination aus Bus und Fähre von Manapouri aus erreicht werden. Dies macht ihn etwas abgelegen.
In Te Anau kam ich am Dienstagmorgen pünktlich an. Ich fragte bei dem Reiseveranstalter noch, wo ich meinen Camper parken konnte. Als ich von Parken zurückkam, stand auch schon der Bus bereit, um nach Manapouri zu fahren. Wir nahmen auf dem Weg noch ein paar Leute direkt von ihren Hotels ab. Waren aber am Ende nicht mehr als 6 Personen.
In Manapouri war dann schon deutlich mehr los. Viele Leute standen schon bereit. Es war ein wildes Durcheinander und ich musste mich anstellen, um meine Reisebestätigung in ein Ticket umwandeln lassen zu können. Viele hatten auch extra Tickets, um sich ein Mittagessen abzuholen. Ich kaufte mir ein Sandwich im Kiosk und gesellte mich zu den Wartenden.
Recht pünktlich um 12:30 wurde der Zutritt zur Fähre freigegeben und wir stiegen alle ein. Die anstehende Fahrt dauerte ca. 50 Minuten und brachte uns auf eine Halbinsel mitten im Fiordland nahe dem Doubtful Sound. Dort wurden wieder die Tickets kontrolliert und wir bestiegen Busse.
Die Busfahrt dauerte ca. 20 Minuten und wir erhielten auf der Fahrt einiges Wissenswerte über die Region und den dortigen Nationalpark. Die Infos waren echt gut und gleichzeitig manövrierte uns der Fahrer sicher an Wasserfällen und Schluchten vorbei.
Als wir ankamen, hieß es kurz warten und dann das Schiff betreten. Dort kamen wir in unsere Kabinen. Ich hatte eine 4er-Kabine, die ich mir mit einem australischen Ehepaar und einer allein reisenden Frau teilte. Ich sicherte mir im Stockbett das obere Bett und fertig war das Einchecken.
Oben erwartete uns bereits das Briefing mit Sicherheitsmaßnahmen und Informationen über Schiff und Route. Gleichzeitig stellte sich auf der Kapitän vor.
Nun erkundete ich das Schiff und stieg Treppen auf und ab. Auf dem Deck hatte man eine wunderbare Aussicht. Wir schipperten los und fuhren an tollen Wasserfällen und Wasserkanälen vorbei. Immer wieder verzweigte sich unser Weg. Gegen 17 Uhr gab es eine Suppe. Ich entschied mich für die Blumenkohlsuppe. Wasser, Tees und Kaffee konnten wir uns kostenlos immer holen. Danach ging es für mich wieder auf das Außendeck. Dort war ich eigentlich die meiste Zeit, da hier einfach die beste Sicht war und es gab reichlich zu sehen.
Die Gegend ist wunderschön und der Sound total schön. Die Landschaft ist herrlich und es macht einfach Spaß, stundenlang nur die Ufer anzuschauen und zu sehen, wie die herrliche Kulisse verrübergleitet. Wir hatten Glück und plötzlich wurde unser Schiff, die Fiordland Navigator, von einer Delfinschule flankiert, die uns über mehrere Kilometer begleitete. Das war ein tolles Erlebnis und die Delfine hüpften teils und tummelten sich.
Sogar Pinguine und Seelöwen konnten wir später auf einer schroffen Felsinsel beobachten. Wunderschön!
Es wurden zwei Aktivitäten angeboten und ich entschied mich, Kajak zu fahren. Mit Schwimmweste und Paddel ging es ca. 45 Minuten entlang des Ufers entlang. Dabei waren Wasserläufe und -fälle.
Später gab es Abendessen als Buffet und Tisch für Tisch wurde aufgefordert sich zu bedienen. Das Essen war gut und es war eine echte Leistung, was in der kleinen Küche alles zubereitet worden war.
Als Abendprogramm gab es einige Informationen über Tierarten und die Pflanzenwelt Neuseelands. Ich klinkte mich allerdings recht schnell aus und ging lieber wieder Gegendgucken. Als es dunkel wurde, war er auch schon Zeit fürs Bett und der Anker wurde abgelassen.
So neigte sich ein toller Tag voller wunderbarer Ausblicke und geschossener Bilder dem Ende zu. Die Nacht verlief gut. Allerdings ging der Anker bereits um 5 Uhr und war unüberhörbar.
Nachdem Frühstück, das wieder als Buffet angeboten wurde, waren wir gegen 11:30 wieder an unserem Ausgangspunkt angekommen. Zum Schluss gab es noch reines Wasser, welches durch Mos gefiltert wurde. Ich nahm den Bus und war später wieder in Te Anau.
Nun hatte ich Zeit, meinen Rucksack zum Auto zu bringen und etwas umzupacken. Kurze Zeit später ging es nämlich schon wieder weiter. Ich hatte gebucht, die Glühwürmchenhöhle von Te Anau anzuschauen.
Hierzu musste ich zum Hafen von Te Anau und es folgte eine Fahrt mit dem Boot über den dortigen See, der der zweitgrößte Neuseelands ist. Der größte ist der Lake Taupo auf der Nordinsel.
Als wir angekommen waren, wurden wir gruppenweise durch die Höhle geführt. Sehr abenteuerlich war die Bootsfahrt in mitten der Höhle bei völliger Dunkelheit. Nur die Glühwürmchen, waren an den Wänden der Höhle zu sehen. Der Aufenthalt war sehr spannend und die Höhle sehr schön. Die Höhle ist recht groß und nur der erste Teil von steht zur Besichtigung bereit.
Nun folgte die Fahrt nach Te Anau zurück und ein langer Tag voller toller Ereignisse ging bald vorbei. Ich entschloss mich am Abend zum ersten Mal Essen zugehen und so gab es Pizza mit Thunfisch.
Zuvor war ich noch auf den Campingplatz von Te Anau gefahren. Der Tag war zu Ende.











Dies ist ein toller Ort zu besuchen. Ich bin ein Reisender und letzten Sommer war ich bei Falklands & South Georgia Und kann sagen, dass es eine tolle Reise war, einer der besten in meinem Leben, ich kann es sicher für Sie empfehlen.
Ja, war eine tolle Zeit dort. Kann jedem empfehlen, Neuseeland auf eigene Faust zu bereisen und hier einen Stop zu machen.