Mit den tollen Eindrücken vom Doubtful Sound und der indirekt beleuchteten Höhle in Te Anau im Gepäck brach der Donnerstag an.
Ich hatte am Vorabend noch etwas Te Anau erkundet und war Pizzaessen gewesen. Dabei entstanden wunderbare Bilder vom See. Ich probierte hier vielfach unterschiedliche Winkel aus.
Von Te Anau machte ich mich auf den Weg zum Anfang des Kepler Walks. Der Kepler Walk ist einer der Great Walks von Neuseeland. Die Great Walks sind mehrtägige Wanderungen durch die Landschaft. Hiervon gibt es ca. 6 in ganz Neuseeland. Die Nachfrage ist sehr groß und so kommt es, dass die zur Verfügung stehenden Hütten auf den Wegen sehr schnell ausgebucht sind.
Ich hatte mich entschlossen, die erste Etappe des Kepler Walks gemütlich zu laufen. Dazu fuhr ich an dessen Startpunkt, der nicht weit weg von meinem Campingplatz liegt.
Der Weg war schön und führte entlang des Sees und durch dichten Wald. Es machte Spaß, ohne bestimmtes Ziel einfach zu laufen. So war ich bis in den Nachmittag unterwegs und drehte dann um. Auf dem Rückweg traf ich eine Frau, die den Weg sauber hält und prüft, ob alles in Ordnung ist. Sie ist Kanadierin und vor vielen Jahren mit ihrem Mann nach Neuseeland gezogen. Da ihr Mann Frührentner geworden ist, verdient sie sich etwas Geld durch die Pflege der Wege. Sie gab mir noch ein paar Tipps für meine Reise durch die Catlins auf den Weg und unsere Wege trennten sich am Parkplatz.
Für mich ging es nun weiter in den Süden und ich suchte mir einen Platz für die Nacht. Ich entschied mich, direkt am Lake Manowai zu campieren. Die Fahrt dorthin war wieder mal klasse und es gab Berg und Tal zu sehen. Ein Schotterweg führte zum See. Dort angekommen, suchte ich mir einen Platz. Neben mir waren zwei Mädels aus den USA, die 3 Monate durch Neuseeland reisen. Wir unterhielten uns eine Weile. Ich erkundete daraufhin den Wald und suchte eine Stelle, um ans Wasser zu kommen. Ich fand nach langer Zeit einen Platz am Wasser und beobachtete dort von einer Bank aus das Wasser und die Ufer. Ein toller Ausblick.
Als ich auf dem Rückweg war, fing es an zu regnen. Die beiden Mädels hatten sich in ihrem Wagen verkrochen und da ich wusste, dass sie am nächsten Tag nach Te Anau wollten, gab ich ihnen meine Infosachen, die ich noch von dort hatte.
Ich hatte dort nachmittags schon festgestellt, dass viele Mücken unterwegs waren. So kam mein Insektenspray zum ersten Mal zum Einsatz. In der Nacht war aber alles okay. Ich denke, dass das aber auch am Regen lag.
So war der Wegpunkt zwischen Fiordland und den Catlins, die sich im Südosten der Südinsel befinden und mein nächstes Reiseziel darstellten.




