Du betrachtest gerade Fraser Island – Eine Insel aus Sand

Die größte Insel, die komplett aus Sand besteht, befindet sich vor der Ostküste von Australien. Fraser Island kann nur mit Jeeps befahren werden und ist nach etwa 10 Minuten mit einer kleineren Fähre erreichbar. Ich entschied mich, Fraser Island zu besuchen und mich einer Tour der Schule anzuschließen.

Zusammen mit ca. 30 Mitschülern ging es Samstagmorgen um 9:30 Uhr los und ich machte mich rechzeitig zu Fuß auf den Weg zum Treffpunkt. Dort angekommen, kam auch schon bald der Bus. Da ich außerhalb von Byron Bay bei meiner Gastfamilie wohne, war ich einer der letzten, die zustiegen.

Unser Weg führte uns entlang der Gold Coast und der Sunshine Coast in Richtung Rainbow Beach. Die Region heißt so, da der Sand dort unterschiedliche Farben hat und bei entsprechender Sonneneinstrahlung bunt glänzt.

Unsere Jeeps

In dieser Region kamen wir abends an und bezogen Zimmer in einem Hostel. Vor der Abfahrt hatten wir Gruppen gegründet und diese teilten sich nun auch ein Zimmer. So war ich mit 7 anderen ein einem Zimmer und sicherte mir schnell das obere Bett. Wir blieben dort nur über Nacht und am nächsten Tag ging es früh weiter. Am Abend hatten wir noch einen BBQ an einem öffentlichen Platz, wo jeder auf zwei Öfen grillen kann. Am Morgen war ich zu früh wach, da ich (wie üblich) mein Handy im Flugzeugmodus hatte und dadurch die Zeit nicht umgestellt wurde. In der Nacht wurde die Uhrzeit um eine Stunden nach hinten gestellt. Ich war aber nicht der einzige, der sich schon früh auf die Suche nach Kaffee machte. Nach einem Pancake-Frühstück (waren abgezählt) ging es auch schon wieder weiter. Wir hatten einen Bus, in dem wir alle fahren konnten. Nur ca. 6 Leute fuhren separat in einem kleineren Wagen.

Gegen Abend erreichten wir das Camp auf Fraser Island. Die Fährfahrt war recht schnell und wir waren mit Jeeps unterwegs. Wieder in den vorigen Gruppen, wobei ich fuhr. Es ist mal was anders links zu fahren und auch noch zu schalten. Der Jeep war nicht mehr der neuste und so mussten manche Gänge nach Gehör und mit etwas Power geschalten werden. Das Camp ist auf der Insel und mit Zäunen gesichert, um die wilden Dingos (Hunde) fernzuhalten. Dort kochten wir auch unser Essen, dass wir sortiert nach Speiseplan in großen Kühlboxen dabei hatten.

Ca. 2 Stunden bevor ich am Montag (Feiertag) aufstand, fing es gewaltig an zu regnen. Dieser Regen hielt sich wacker und verwandelte das Camp in eine Art See, der manche Zelte unbewohnbar machte. Etwas schade war, dass das Camp nur über die große Küche unter einem Dach verfügt, wo es einigermaßen trocken blieb. Der Rest des Camps war entwender unter Wasser oder einfach unter freiem Himmel. Das sollte geändert werden.

Und dann kam der Regen

So fuhren wir bei Regen über die Insel. Immer wieder machten wir kleiner Stopps, um z.B. mit großen Schwimmringen einen kleineren Fluß abwärts zu gondeln. Immer wieder fuhren wir mit den Jeeps am Wasser entlang und so war die ein oder andere Autowäsche inklusive, die treuherzig von einer Welle durchgeführt wurde.

Lake McKenzie

Dienstag war es dann mit dem Wetter besser und es folgte mein Highlight: Lake McKenzie. Dies ist ein Süßwassersee mitten auf Fraser Island und hat sich über Jahrhunderte durch Regen gebildet. Kristallwasser und weißer Sand waren das Resultat. Ein für mich herrlicher Platz, wo ich fast nicht mehr aus der Wasser gehen wollte. Sogar von draußen konnte man direkt auf den Grund schauen, da das Wasser so klar ist.

Später fuhren wir dann wieder zurück in Richtung Fähre. Hier fuhr dann eine Mitschülerin und wir hatten noch ein paar Probleme, da der Zündschlüssel sich nicht mehr einführen ließ und wir erst auf ein Ersatzschloss warten mussten.

Gegen 22:30 waren wir dann wieder in Byron Bay angekommen und ich lief nach Hause. Es war ein wirklich gelungener Ausflug und ein tolles Erlebnis. Am nächsten Tag kam ich etwas zu spät zur Schule… Die Uhr musste wieder verstellt werden. 😉

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